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Erfolgreich bewerbenWorauf es bei Lebenslauf, Anschreiben und Co. wirklich ankommt

Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sollten Schüler einige Regeln beachten, damit sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Die wichtigsten Infos rund um die Bewerbungsunterlagen auf einen Blick.

Foto: imago/Westend61

Viele Schüler wagen nach dem Abschluss den Sprung ins Arbeitsleben: Wer sich auf eine Ausbildungsstelle bewerben möchte, findet sich jedoch gerade online oft in einem Dschungel an Angeboten und Ratgebern wieder – und verliert dabei leicht den Blick auf das Wesentliche. Damit der Start in den angestrebten Beruf gelingt, sind folgende Dinge bei der Bewerbungsmappe zu beachten:

Das Bewerbungsanschreiben

Foto: Pexels

Nicht nur angehende Auszubildende unterliegen einer großen Informationsflut: Die Ausbildungsstätten erhalten sehr viele Bewerbungen und müssen daher bereits vorab aussortieren. Damit die eigene Mappe auf den Stapel mit den Einladungen zum Vorstellungsgespräch landet, zählt vor allem der erste Eindruck: das Anschreiben.

Dass alle mitgeschickten Dokumente einer Bewerbung fehlerfrei sein sollten, versteht sich eigentlich von selbst. Daher: Am besten die Unterlagen ein- oder zwei Mal vor Abgabe von Eltern oder Freunden Korrektur lesen lassen. Vielleicht ist auch im Bekanntenkreis eine Person, die bereits im Unternehmen oder der Branche arbeitet, wo sich bewirbt, und noch den ein oder anderen hilfreichen Tipp auf Lager hat.

Das Anschreiben sollte von Begeisterung und ehrlichem Interesse motiviert sein. Leere Standard-Phrasen, wie „Hiermit bewerbe ich mich auf…“ wecken beim Gegenüber, das es zu überzeugen gilt, keine Neugierde. Hierbei ist es hilfreich, auf die Anforderungen aus der Ausbildungsannonce mit Hinblick auf die eigenen Fähigkeiten einzugehen. Auch lohnt es sich, die Webseite des Unternehmens (falls vorhanden) mit Blick auf das eigene Berufsziel zu durchforsten, um auf relevante Punkte schriftlich einzugehen und im späteren Vorstellungsgespräch zeigen zu können, dass man sich ernsthaft informiert hat.

Folgende Fragen, die sich der Arbeitgeber stellt, sollte man beim Schreiben ebenfalls im Kopf haben und möglichst beantworten:

  • Wie passt diese Person als Auszubildender in das Unternehmen?
  • Auf welche Weise kann sich der Auszubildende einbringen?
  • Was qualifiziert den Bewerber und unterscheidet ihn von anderen?
  • Wie kann der Bewerber zum Erfolg des Unternehmens beitragen?

Das Anschreiben sollte dabei nie eine Zusammenfassung dessen sein, was bereits im Lebenslauf steht. Statt zu schreiben, was man wo wie lange gemacht hat, ist es besser, seine Beweggründe und Überzeugungen darzulegen. Persönlich sollte es sein, dennoch informativ und vor allem dabei immer das Ziel im Auge behalten: den Ausbildungsplatz zu bekommen.

Der Lebenslauf

Foto: imago/Steinach

Lückenlos sollte er sein, das heißt: Alle bisherigen schulischen und beruflichen Stationen auflisten statt sich auf bestimmte Schwerpunkte zu konzentrieren. Meist wird vorgegeben, dass der Lebenslauf in tabellarischer Form eingereicht werden soll. Hierbei am besten immer achronologisch vorgehen: Das Neuste kommt zuerst. So kann der Arbeitgeber auf einen Blick die wichtigsten Informationen entnehmen.

Ein Bild ist nicht immer gefordert, kann den Lebenslauf aber bereichern. „Ein professionelles Foto unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bewerbung“, sagt Andrea Julke von der Agentur für Arbeit Neumünster. „Ein gut gemachtes Bewerbungsfoto unterstreicht für den Betrachter die Wichtigkeit des Jobs für den Bewerber. Es suggeriert z.B. Professionalität, die man auch im Job zu bringen bereit ist.“

Eine bestimmte Länge will Julke nicht vorschreiben. „Der Lebenslauf darf so umfangreich sein, dass folgende Informationen vorkommen:“

  1. Kontaktdaten: Adresse mit Telefonnummer (auch mobil), E-Mail-Adresse
  2. Geburtsdatum und Geburtsort
  3. evtl. Familienstand (bei Älteren und wenn nicht ledig), ggf. Kinder
  4. evtl. Staatsangehörigkeit (wenn nicht deutsch oder zur Klarstellung, Kleinschreibung!)
  5. Name und Beruf der Eltern *
  6. Anzahl oder Name der Geschwister und deren Beruf *
  7. Schulbildung (besuchte Schulen mit Jahreszahlen, evtl. zusammenfassen)
  8. Schulabschluss, evtl. mit Durchschnittsnote (wenn diese gut ist)
  9. Lieblingsfächer, Wahlpflichtfächer oder Schwerpunktfächer
  10. Praktika oder Jobs (z. B. auch Ferienjobs oder unbezahlte Tätigkeiten)
  11. Ehrenamtliche Tätigkeiten
  12. Hobbys *
  13. besondere Kenntnisse (z. B. EDV, Sprachen, …)
  14. Datum und Unterschrift

* = Julke rät: „Diese Angaben nur machen, wenn noch keine oder nur wenige berufliche Erfahrungen vorliegen oder wenn Berufe der Familienmitglieder bzw. Hobbys etwas mit dem Wunschberuf zu tun haben.“

Wer sich beispielsweise für einen kreativen Ausbildungsberuf bewirbt, sollte darüber nachdenken, seinen Lebenslauf optisch andersartig zu gestalten, um aufzufallen und die eigenen Fähigkeiten zu unterstreichen. Möglich sind schon feine Kleinigkeiten, wie Quer- statt Hochformat, ein farbiger Hintergrund (die Schrift sollte dabei immer lesbar sein) oder aber die Darstellungsweise für besondere Fähigkeiten, z.B. die Sprachkenntnisse, zu ändern. Hierbei sollte aber immer noch die Vermittlung der wichtigen Informationen an oberster Stelle vor dem Design stehen.

Die Anlagen

Foto: Unsplash

Neben dem Anschreiben und dem Lebenslauf gehören in eine Bewerbungsmappe auch immer folgende Dokumente:

  • Kopie des Abschlusszeugnisses
  • Kopien von Zertifikaten (z. B. Sprachkurse, Lehrgänge)
  • Bescheinigungen über ehrenamtliche Tätigkeiten

Falls gefordert:

  • Gesundheitszeugnis
  • Polizeiliches Führungszeugnis

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