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Biologisch-Technische Assistentin: Saskia Kameier

AZUBI-STECKBRIEF: BTA (BIOLOGISCH-TECHNISCHE ASSISTENTIN)

Name: Saskia Kameier
Wohnort: Bissendorf
Alter: 22 Jahre
Schulabschluss: Abitur
Lieblingsfächer: Chemie, Biologie
Ausbildungsberuf: Biologisch-technische Assistentin im zweiten Ausbildungsjahr

Egal ob bei Tieren, Pflanzen, Lebensmitteln oder Medikamenten – sie gehen biologischen Stoffen auf den Grund. Die Rede ist von Biologisch-technischen Assistenten – kurz BTA. Die 22-Jährige Saskia Kameier, macht ihre Ausbildung zur BTA an der Ludwig Fresenius Hochschule in Osnabrück und hat startbereit von ihrem Job erzählt.

Die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln unter die Lupe nehmen, Medikamente und Antifaltencremes erproben, Seen oder Böden auf Belastungen von Schadstoffen untersuchen oder herausfinden, ob Gemüse- und Obstsorten gentechnisch verändert wurden: Die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten von Biologisch-technischen Assistenten sind spannend und vielfältig. „Ohne ein besonderes Interesse für Naturwissenschaften wäre das echt schwierig“, sagt Saskia Kameier, die bereits im zweiten Jahr und somit letzten Jahr ihrer Ausbildung zur BTA ist.

Interesse für die Biologie

Zum Glück hat sich Saskia aber schon immer für Naturwissenschaften interessiert. Da ihre Mutter als Pharmazeutisch-technische Assistentin arbeitet, hat die 22-Jährige es zunächst mit einem Pharmaziestudium versucht. „Ich habe dann aber schnell gemerkt, dass mich Biologie doch mehr interessiert“, sagt sie. „Daraufhin habe ich mich dann darüber informiert, welche Ausbildungsberufes ich damit beschäftigen und bin auf die BTA gestoßen. Seitdem steht sie immer wieder mit Kittel, Schutzbrille im Labor. Und wenn sie ab und zu mit starken Säuren hantiert, kommen auch noch Schutzhandschuhe dazu.

„An unseren Praktikumstagen machen wir jeden Tag einen anderen Versuch“, erzählt Saskia. Zum Beispiel untersuchen sie und ihre Mitschüler_innen dann, wie schnell Hefe Glucose abbaut. Die Ergebnisse halten sie dann in Protokollen fest. So gewinnen die angehenden BTAs Routine in den verschiedenen mikrobiologischen und biochemischen Arbeitstechniken und lernen unterschiedliche Messtechniken kennen.

„Es gibt aber auch Tage, an denen wir ganz normalen Unterricht haben“, sagt Saskia. Jeweils zwei verschiedene Bereiche werden dann jeweils vier Stunden lang theoretisch behandelt. Im ersten Ausbildungsjahr hat Saskia hier alles über Botanik, Ökologie, Mikrobiologie und Histologie gelernt. Im zweiten Ausbildungsjahr stehen vor allem Genetik, Biochemie und Zoologie auf dem Programm.

Mischung aus Theorie und Praxis

Neben rechtlichen Themen, Medizin und Physik steht außerdem Hygiene mit im Stundenplan – schließlich sollen entnommene Proben nicht verunreinigt werden und so die Ergebnisse verfälschen. In den anschließenden Praxisphasen lernt Saskia dann, das Gelernte praktisch anzuwenden. Dann muss sie Proben entnehmen, aufbereiten und untersuchen und Analysen im Labor durchführen, dokumentieren und auswerten. Sie lernt, die Laborgeräte zu bedienen und fachgerecht einzusetzen oder stellt biologische Substanzen wie zum Beispiel Insulin her. Und auch Tiere hat sie während ihrer Ausbildung schon präpariert. Oft hantiert Saskia mit Chemikalien wie Lösungsmitteln und Säuren, um einzelne Stoffe voneinander zu trennen oder stellt millimeterdünne Pflanzenschnitte her, um sie dann unter Mikroskopen zu untersuchen oder mit Zentrifugen weiter zu zerlegen.

Dass es ohne eine besondere Affinität zu Biologie und Chemie nicht geht, liegt also auf der Hand. Aber auch in Mathematik sollten die angehenden BTAs gute Noten vorweisen können. Außerdem sollten sie mindestens einen Realschulabschluss haben und wenigstens 16 Jahre alt sein. Wenn sie dann noch Interesse an moderner Technik sowie Geduld, Sorgfalt und Forschergeist mitbringen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Karriereperspektiven

Nach der Ausbildung haben BTAs bundesweit gute Aussichten auf einen Job, viele gehen aber auch für ein Studium in Biochemie, Biotechnik oder Pharmazie noch weiter zur Uni, um so ihre Jobchancen weiter zu verbessern. Die Einsatzmöglichkeiten als BTA sind enorm vielfältig. Je nach eigenen Interesse oder Schwerpunkt können sie in Unternehmen der Lebensmittelindustrie, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Umweltanalyselaboren, Gesundheitsbehörden chemischen und pharmazeutischen Betrieben und medizinischen Einrichtungen arbeiten. Sogar ein Einsatz bei Kriminalämtern ist denkbar. Saskia würde nach ihrer Ausbildung am liebsten in einem Krankenhaus arbeiten. „Neurologie und Medikamentenforschung aber auch Blutuntersuchungen interessieren mich dabei am meisten“, sagt sie.