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Rechte und Pflichten für AzubisWas Dir als Azubi erlaubt ist

Deine Berufsausbildung ist in Deutschland durch das Berufsbildungsgesetz klar geregelt. Hier ein paar Dinge, die Du auf jeden Fall wissen solltest.

Foto: imago/Westend61

Als Azubi hast Du nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) eine Reihe von Pflichten gegenüber Deinem Ausbildungsbetrieb. Im Gegenzug kannst Du festgelegte Rechte einfordern, die allen Auszubildenden zustehen. Gibt es Probleme, kannst Du Dich an die Ausbildungsberatung Deiner zuständigen Kammer wenden. Zu Deinen wichtigsten Pflichten gehört es, dass Du aktiv an Deiner Ausbildung mitwirkst: Dich beim Lernen engagierst, betrieblichen Anweisungen nachkommst und die offiziellen Vorschriften, wie zur Hygiene, zur Sicherheit und zur Wahrung der Geschäftsgeheimnisse, einhältst. Grundsätzlich gilt: Du musst nur Tätigkeiten ausüben, die zum Beruf gehören und Deiner Ausbildung dienen.

Was dein Ausbildungsbetrieb tun muss

Auch Dein Ausbildungsbetrieb hat bestimmte Pflichten Dir gegenüber: Er soll Dir alle notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, damit Du die Ausbildungsziele erreichst. Deine Ausbildung muss er dafür vernünftig planen und strukturieren, sodass Du die Dinge in der richtigen Reihenfolge lernst und alle Ausbildungsinhalte in der vorgesehenen Zeit vermittelt werden können. Werkzeuge und Materialien, die Du für die Ausbildung brauchst, muss Dir Dein Betrieb kostenlos zur Verfügung stellen.

Foto: Unsplash

Deine Arbeits- und Urlaubszeiten als Azubi sind gesetzlich geregelt. Sie hängen von der Art Deiner Arbeit, der Ausbildungsbranche und Deinem Alter ab. Wenn Du unter 18 bist, gilt für Dich das Jugendarbeitsschutzgesetz: Dein Betrieb darf Dich dann maximal 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche beschäftigen. Kleine Ausnahme: Es dürfen in Ausnahmefällen auch mal 8,5 Stunden am Tag sein, wenn Du dafür an einem anderen Tag eine halbe Stunde weniger arbeitest. Das ist die reine Arbeitszeit, die Pausen sind noch nicht eingerechnet: Ab 4,5 Stunden Arbeit stehen Dir 30 Minuten Ruhezeit zu, ab sechs Stunden 60 Minuten. Wenn Du schon volljährig bist, greift das Arbeitsrecht für Erwachsene: Dann sind sechs Acht-Stunden-Tage pro Woche beziehungsweise 48 Arbeitsstunden pro Woche erlaubt und die Ruhezeiten sind etwas kürzer. Die Zeit, die Du in der Berufsschule verbringst, zählt übrigens ebenfalls als Arbeitszeit und wird verrechnet.

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Die meisten Azubis arbeiten tagsüber im Zeitraum zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr. Spät- und Nachtarbeit ist nur in bestimmten Branchen mit speziellen Arbeitszeiten erlaubt, wie im Bäckerhandwerk oder im Hotelgewerbe. Die offiziellen Arbeitszeiten für Deine Ausbildung stehen immer auch in Deinem Ausbildungsvertrag.

Probezeit – was ist das?

Für die ersten Wochen Deiner Ausbildung gibt es eine sogenannte Probezeit. Die Probezeit dauert zwischen einem Monat und vier Monaten, je nach Ausbildungsvertrag. In dieser Zeit können sich beide Seiten – Du und Dein Betrieb – vergewissern, dass sie auch wirklich gut zueinanderpassen. pm


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