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So baut man ein Bewerbungsschreiben aufDie wichtigsten Tipps für Dein Bewerbungsschreiben

Welche Fehler Du beim Bewerbungsschreiben unbedingt vermeiden solltest, hat Dir mein-ausbildungsstart bereits verraten. Aber wie ist es denn nun richtig? Wie baust Du Dein Anschreiben formal und inhaltlich auf? Auch hierzu liefert Bewerbungsexperte Ben Dehn Antworten und hat einige Tipps für Dich parat.

Nur etwa 30 Sekunden vergehen, bis ein Personaler anhand Deines Anschreibens entscheidet, ob er Deinem Lebenslauf und anderen Anlagen Deiner Bewerbungsmappe weitere Aufmerksamkeit schenken will. Das hat eine Umfrage des Online-Bewerbungsservice „Die Bewerbungsschreiber“ in Zusammenarbeit mit der Ruhruniversität Bochum herausgefunden. Daher solltest Du auf einen klar strukturierten Aufbau des Textes achten. Ein grundlegender Tipp vorweg: Das Bewerbungsschreiben sollte nicht länger als eine DIN A4-Seite sein.

Die Formalitäten

Wenn Du Deine Bewerbung schreibst, solltest Du unbedingt Kopf- und Fußzeilen nutzen. Neben Deinem Namen solltest Du in der Kopfzeile auch Deine vollständige Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse nennen. So findet der Personalverantwortliche Deine Kontaktdaten am Anfang jeder Seite wieder. Hat ihn Deine Bewerbung überzeugt, kann er so direkt darauf zurückgreifen. Ein weiterer Vorteil: „Du musst diese Daten dann nicht mehr in den Abschnitt zu Deinen persönlichen Daten in den Lebenslauf schreiben“, sagt Ben Dehn. Weiter rät er: „Die Fußzeile kannst Du dazu nutzen, um den Namen des Dokuments und Seitenzahlen einzufügen.“

Unter der Kopfzeile solltest Du dann die Daten des Unternehmens, bei dem Du Dich bewirbst, angeben. Wichtig dabei: Gib auch den Namen des jeweiligen Ansprechpartners hier schon mit an. Ortsangabe und Datum finden leicht versetzt unter den Empfängerdaten Platz. Weiter geht es dann mit der Betreffzeile und – sofern angegeben – der Kennziffer der Stellenausschreibung. Dann folgt auch schon die Anrede. Hier solltest Du – man kann es nicht oft genug sagen – unbedingt den richtigen Ansprechpartner recherchieren. Wird in der Stellenausschreibung ein Name genannt, Du adressierst Dein Schreiben aber nicht an die jeweilige Person, wird dem Personaler direkt auffallen, dass Du die Stellenausschreibung nicht sorgfältig gelesen hast.

Was gehört rein?

Neben dem formalen Aufbau solltest Du Dir auch Gedanken über die Inhalte der einzelnen Abschnitte Deines Bewerbungsschreibens machen. Einfach Deinen Lebenslauf auszuformulieren, reicht allerdings nicht aus. Vielmehr sollten sich Deine Informationen immer auf die gewünschte Stelle beziehen und durch Beispiele verdeutlicht werden. So könnte das aussehen:

Die Einleitung sollte neben der Anrede Deines Ansprechpartners auch eine kurze Vorstellung Deiner Person enthalten. Außerdem solltest Du mit reinbringen, dass Du Dich für die ausgeschriebene Stelle interessierst. Ben Dehn weiß, wie wichtig allein der erste Satz des Bewerbungsschreibens ist: „Damit muss man direkt überzeugen. Was aber nicht heißt, dass möglichst viele Informationen mit einfließen und der Satz besonders lang sein muss.“ Dein Ziel sollte es sein, direkt das Interesse des Personalverantwortlichen zu wecken. Mit einem Einstieg wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ gelingt das nicht. „Diese Formulierung ist veraltet und übermittelt eine Information, die klar sein sollte“, sagt Ben Dehn. Besser ist es, Dich kurz vorzustellen – allerdings nicht mit Namen, Alter und vielleicht sogar Haarfarbe, Körpergröße und Augenfarbe. Viel mehr interessiert die Personaler, welchen Schulabschluss Du machst, warum Du dich gerade bei diesem Unternehmen bewirbst und wie du zu dem jeweiligen Jobwunsch gekommen bist.

Um an Informationen über Deinen gewünschten Arbeitgeber zu kommen, kannst Du die Webseite des Unternehmens checken. In den meisten Fällen solltest Du hier Infos zum Unternehmensfokus und Leitbildern finden. So kannst Du mit wenigen Klicks herausfinden, was den Verantwortlichen wichtig ist und darauf eingehen.

Der Hauptteil ist dazu da, um Deine aktuelle Situation zu beschreiben und um Deine fachbezogenen, beruflichen Kompetenzen – die sogenannten Hard Skills – zu nennen. Um Dich von anderen Bewerbern abzusetzen, musst Du den Leser Deines Bewerbungsschreibens davon überzeugen, dass Du der perfekte Kandidat für die freie Stelle bist.

In der Regel findest Du in einer Stellenausschreibung bereits ein klares Anforderungsprofil. Frag Dich, welche Qualifikationen oder Erfahrungen Du vorweisen und vor allem auch argumentativ belegen kannst. „Dass Du beispielsweise fließend Englisch sprichst, klingt vielleicht ganz gut – allerdings kann das jeder von sich behaupten“, gibt Ben Dehn zu bedenken. Besser ist es, anhand von Beispielen und Erfahrungen zu erläutern, wie es dazu kommt, dass Du so gut Englisch sprichst. Dass du in bestimmten Gebieten vielleicht über gute theoretische Kenntnisse verfügst, diese aber noch nicht praktisch anwenden konntest, sollte Dich nicht entmutigen. Du stehst schließlich noch ganz am Anfang deiner beruflichen Laufbahn, das wissen auch die Personaler.

Die Softskills sollten im nächsten Absatz die persönlichen Eigenschaften widerspiegeln, die für Deinen Ausbildungsberuf verlangt werden. Ist beispielsweise Teamfähigkeit gefragt, kannst Du dies wunderbar in Deinem Bewerbungsschreiben damit belegen, dass Du Vereinssport treibst oder vielleicht sogar selbst eine Jugendmannschaft trainierst. Auch außerschulisches Engagement oder die Wahl zum Klassensprecher können Deine Stärken optimal verdeutlichen.

Der optionale Teil ist dazu da, um auf Fragen einzugehen, die gegebenenfalls in der Stellenausschreibung gestellt werden. In der Regel lassen sich diese in einem Satz beantworten. Nur ignorieren oder vergessen solltest Du sie in Deinem Bewerbungsschreiben auf keinen Fall.

Der Schlussteil ist ein eher standardisierter Teil Deines Bewerbungsschreibens. „Hier solltest Du erklären, dass Du für eventuelle Rückfragen gern zur Verfügung stehst“, rät Ben Dehn. Außerdem solltest Du noch erwähnen, dass Du Dich auf eine Einladung zum Bewerbungsgespräch freust. Dabei solltest Du es vermeiden, den Konjunktiv zu nutzen. „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich eventuell zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden“ ist also keine gute Formulierung. Besser sind hier klare Worte: „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.“ Zusätzlich kannst Du Dich auch noch für die Berücksichtigung Deiner Bewerbung bedanken. Dann fehlen nur noch die Grußformel und Deine Unterschrift und Dein Bewerbungsschreiben ist fertig!

Text: sb


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