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Start ins Berufsleben: Diese Versicherungen sollte jeder Azubi kennenZum 1. September beginnen viele Ausbildungen. Eine Sache, um die sich Azubis kümmern müssen, sind Versicherungen. Die wichtigsten im Überblick.

Foto: imago / Westend61

Mit dem Start in die Ausbildung und das Berufsleben stellen sich jungen Erwachsenen häufig neue Fragen. Gerade im Bereich Versicherung müssen die Auszubildenden direkt viele Entscheidungen treffen. Um dabei den Durchblick zu behalten, gibt es hier die wichtigsten und sinnvollsten im Überblick.

Diese fünf Versicherungen sind Pflicht für Azubis

  1. Krankenversicherung
    Gut zu wissen: Die Krankenversicherung ist in Deutschland generell Pflicht, die Wahl der Krankenkasse ist aber jedem freigestellt. Azubis müssen sich allerdings bis 14 Tage nach Ausbildungsstart entschieden haben, daher lohnt es sich, sich frühzeitig zu informieren. Wichtig: Wer vorher privat über seine Eltern versichert war, sollte diese als Anwartschaft weiterlaufen lassen, um später problemlos und ohne Gesundheits-Check wechseln zu können. Der Teil, den der Arbeitgeber dazu beiträgt, wird automatisch vom Bruttolohn abgezogen.
  2. Pflegeversicherung
    Auch diese wird direkt vom Bruttolohn abgezogen und dient dazu, den Auszubildenden abzusichern, falls dieser beispielsweise durch einen schweren Verkehrsunfall zum Pflegefall wird.
  3. Arbeitslosenversicherung
    Falls man nach der Ausbildung nicht weiterbeschäftigt wird oder aber aus anderen Gründen arbeitslos wird, greift die Arbeitslosenversicherung. Damit bekommt man von der Bundesagentur für Arbeit bis zu ein Jahr lang 60 Prozent (bzw. mit Kind 67 Prozent) des letzten Nettolohns.
  4. Gesetzliche Rentenversicherung
    Zwar reicht die gesetzliche Rentenversicherung mittlerweile kaum mehr aus, um im Alter finanziell abgesichert zu sein, dennoch ist sie Pflicht und wird von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen entrichtet.

  5. Gesetzliche Unfallversicherung
    Anders als bei den übrigen Pflichtversicherungen zahlt man als Auszubildender bei der gesetzlichen Unfallversicherung keinen eigenen Anteil. Dies ist Sache des Arbeitgebers und betrifft beispielsweise Gesundheitsschäden nach Unfällen während der Arbeit oder auf dem Hin- sowie Rückweg.

Für den Fall der Fälle sind diese Versicherungen hilfreich

  • Berufsunfähigkeitsversicherung
    Oft macht man sich als junger Auszubildender noch keine Gedanken und Sorgen darüber, was passiert, wenn man den erlernten Beruf zukünftig nicht mehr ausüben kann. Doch gerade für sie ist diese Versicherung wichtig, da Berufseinsteiger in den ersten fünf Jahren keinen Cent aus der gesetzlichen Rentenkasse ausgezahlt bekommen, falls man nicht mehr arbeiten kann.
  • Hausratversicherung
    Meist häufen sich wertvolle Gegenstände erst im Laufe der Berufstätigkeit angeschafft, daher muss man persönlich abwägen, ob sich eine Hausratversicherung lohnt, die unter anderem gegen Diebstahl aus der eigenen Wohnung absichert. Es ist unter Umständen auch möglich, dass für die Zweitwohnung der Kinder noch die Versicherung der Eltern greift, wenn die Ausbildung eine auswärtige Unterkunft erfordert.

Diese Versicherungen sind auch unverzichtbar, aber oft noch über die Eltern möglich:

  • Privat-Haftpflichtversicherung
    Meist besteht bis zum Abschluss der Ausbildung noch eine Privat-Haftpflichtversicherung über die Eltern. Dennoch sollten die Auszubildenden sich darüber informieren, denn diese Versicherung tritt in Kraft, wenn man jemand anderem schuldhaft einen Schaden zufügt – das gilt auch im Beruf. Nicht mitversichert bei den Eltern sind allerdings verheiratete Azubis und – zumindest bei einigen Versicherungen – erwachsene Azubis in einer zweiten Ausbildung.
  • Kfz-Versicherungen
    Besitzt man als Azubi ein Auto, braucht man ebenfalls eine Kfz-Versicherung. Da die Beiträge für Fahranfänger jedoch oft sehr hoch sind, lohnt sich die Zulassung des Fahrzeugs auf die Eltern. Optional gibt es noch zwei weitere Versicherungen: Eine Teilkaskoversicherung kümmert sich unter anderem um den Ersatz eines gestohlenen Fahrzeugs, die Vollkaskoversicherung auch um selbst verschuldete Unfälle.
  • Rechtsschutzversicherung
    Bis zum 25. Lebensjahr gilt in der Regel ebenfalls der Rechtsschutz der Eltern auch für die Kinder. Muss beispielsweise täglich der Weg zur Arbeit mit dem Auto zurückgelegt werden, ist es möglich eine zusätzliche Verkehrs-Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Diese übernimmt dann bei einem Verkehrsunfall den Anwalt und die Gerichtskosten.

(mit Material von Arag Versicherung)


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