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Vorstellungsgespräch: Eine Frage der EhrlichkeitWie Dein erster Eindruck zum Erfolg führt

Es ist die wohl typischste Frage im Vorstellungsgespräch: „Was ist denn Ihre größte Schwäche?“ Ganz dicht gefolgt von: „Was sind Ihre Stärken?“ Spätestens wenn Du Deine ersten Bewerbungsgespräche hinter Dich gebracht hast, rechnest du schon fest damit.

„Es ist immer gut, auf diese Fragen vorbereitet zu sein“, weiß auch Marvin Waldrich, Leiter für Produktentwicklung und Marketing des MSO Medien-Service Osnabrück, aus seinen Erfahrungen aus Bewerbungsgesprächen. Und er weiß auch warum: „Damit wollen die Personalverantwortlichen herausfinden, wie selbstreflektiert Du bist.“

Foto: Unsplash

Fangen wir erst einmal bei den Stärken an – den meisten fällt es relativ leicht, hierauf eine Antwort zu geben. Trotzdem solltest Du hierbei einige Dinge beachten. „Vor allem sollte das, was Du sagst, nicht zu trivial sein“, rät Waldrich. So ist zum Beispiel Zuverlässigkeit keine besondere Stärke, die Dich auszeichnet, sondern eine Selbstverständlichkeit – zumindest sollte sie das sein. Außerdem solltest Du Deine Antwort auch immer gut begründen können. Gib Beispiele dafür, in welchen Situationen Du Deine Stärke bisher einbringen konntest.

„Eigene Schwächen zu benennen, fällt den meisten Bewerbern schwieriger“, sagt Waldrich. Ist ja auch ganz klar, wer gibt schon gerne zu, dass er etwas nicht so gut kann. Wenn auch Du dazu gehörst, kannst Du Dich bei Deiner Familien und Freunden danach erkundigen – selbstverständlich aber auch nach Deinen Stärken. Vor allem auf eines solltest Du laut Waldrich achten, bevor Du auf die Frage antwortest: „Deine Schwächen dürfen nicht dazu führen, dass Du dich für den Job disqualifizierst.“ Außerdem rät er: „Du solltest Deinem Gegenüber den Eindruck vermitteln, dass Du Dir Deiner Schwäche bewusst bist und auch dazu bereit bist, diesbezüglich an Dir zu arbeiten.“

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Zu den schlechtesten Antworten zählt aber immer noch: „Ich habe keine Schwächen.“ Damit wird Dich wohl kaum ein Gesprächspartner davonkommen lassen – es wird bestimmt weiter nachgehakt.„Für Führungspersonen ist das eine ganz schlimme Antwort“, so Waldrich. „Denn das zeigt, dass der Bewerber wahrscheinlich nicht entwicklungsfähig ist.“

Und auch von Floskeln solltest Du Abstand nehmen. Mit der Antwort „Ich bin ein Perfektionist“ versuchen viele versteckt eine weitere Stärke anzubringen, doch das haben Personaler schon viel zu oft gehört. Waldrich ist sich sicher: „Einfach ehrlich sein ist immer noch am besten!“

Text: sb


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