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Was beim Auszug von Zuhause beachtet werden sollte: Sieben Tipps fürs LebenDie erste eigene Wohnung oder der Einzug in eine WG

Foto: Adobe Stock

Natürlich gehört zum Einzug nicht nur der lästige Papierkram, sondern auch die Freude am Dekorieren und Einrichten des neuen Wohnraums.

Für viele Auszubildende bedeutet der Start in die Arbeitswelt, auch ein Auszug von zu Hause – und das erste Mal im Leben ohne seine Eltern zu leben. Das heißt nicht nur, dass Ende des Monats jeden Abend Nudeln mit Tomatensoße auf dem Speiseplan stehen und man sich mit seinen neuen Mitbewohnern um den Putzplan streitet, sondern auch, dass man sich nun um Dinge kümmern muss, die bisher Mama und Papa erledigt haben. Da ein Nicht-Kümmern jungen Azubis bisweilen teuer zu stehen kommen kann, folgt hier eine Checkliste:

1. Beim Einwohnermeldeamt melden

Beim Umzug in eine neue Stadt sollte die Ummeldung an der ersten Stelle stehen, denn in der Regel haben Anwohner hierfür nur zwei Wochen nach dem Einzugsdatum Zeit. Wird das Ummelden des Wohnsitzes vergessen, kann im schlimmsten Fall ein Ordnungsgeld von bis zu 500 Euro verhängt werden. Außerdem empfiehlt es sich, sich bereits im Vorfeld auf dem Einwohnermeldeamt darüber zu informieren, ob und welche Unterlagen für das Ummelden benötigt werden. Beim Ummelden wird die neue Adresse direkt im Personalausweis eingetragen.

2. Frühzeitig BAföG beantragen

Damit Azubis Unterstützung durch das BAföG-Fördergeld erhalten können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Deshalb sollte man sich früh über die Bedingungen und erforderlichen Dokumente informieren, um den BAföG-Antrag rechtzeitig beim Amt für Ausbildungsförderung abgeben zu können.

3. Versicherungen abschließen

Wer das erste Mal von zu Hause auszieht, sollte bedenken, dass einige Versicherungen, die bisher über die Eltern liefen, nun nicht mehr gelten und neu abgeschlossen werden müssen. Hierzu gehört zum Beispiel die eigene Haftpflichtversicherung, da man nun nicht mehr im Haushalt der Eltern wohnt, über den man bisher versichert war. Auch über die Rechtsschutzversicherung und Hausratsversicherung sollte nachgedacht werden. Letztere hängt allerdings davon ab, wie groß der Hausrat ist. Da die erste eigene Wohnung normalerweise eher klein ausfallen muss und spärlicher eingerichtet ist, ist diese nicht zwingend notwendig.

Foto: Adobe Stock

Damit der Auszug in die erste eigene Wohnung oder WG-Zimmer klappt, sollten schon im Vorfeld einige Dinge geregelt werden, damit der Auszug von den Eltern reibungslos ablaufen kann.

4. Befreiung vom Rundfunkbeitrag

In der eigenen Wohnung müssen Azubis monatlich 17,50 Euro Rundfunkbeitrag zahlen. Das gilt auch für ein Zimmer im Wohnheim. BAföG-Bezieher und Empfänger von Ausbildungsgeld können allerdings eine Befreiung beantragen, um den monatlichen Kosten zu entgehen.

5. Strom- und Wasserversorgung

Ziehen Azubis nicht in eine bereits bestehende Wohngemeinschaft, in der schon viele Dinge geregelt sind, sondern in eine eigene Wohnung, sollte man sich sobald wie möglich um die Versorgung von Strom, Gas und Wasser kümmern. Unmittelbar nach dem Einzug in die neue Wohnung läuft die Energieversorgung nämlich meistens zunächst über eine zentrale Grundversorgung. Da es sich bei diesem häufig um den teuersten Tarif handelt, sollte man sich deshalb zeitnah über Alternativen informieren, Anbieter vergleichen und wechseln. Ein Wechseln lohnt sich hier fast immer und es gibt übrigens auch günstige Verträge für Ökostrom.

6. Kostenlose Kontoführung nutzen

Viele Banken bieten kostenlose oder zumindest günstigere Girokonten für Schüler, Azubis und Studenten an.

7. Zählerstände und Abrechnungen regelmäßig prüfen

Beim Ein- und Auszug sollte jeder Beteiligte den Stand der Strom- und Wärmezähler ablesen und sich selbst notieren. Das gilt übrigens auch für neue WG-Mitglieder. Wichtig werden diese Ablesedaten nämlich dann, wenn die jährliche Energieabrechnung kommt und Differenzen zu den eigenen Daten aufweist. Hat man hier keine eigenen Daten vorliegen, kann der Forderung nichts entgegengesetzt und nichts gegen hohe Nachforderungen unternommen werden.

(Mit Material der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein)


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